Rojava - riruhr

Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet
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Rojava

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Termine:

Demonstration "Deutsche Waffen und türkische Truppen raus aus Afrin!"
28.02.2018, 17 h, Friedensplatz, Oberhausen.

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Kundgebung gegen die Bombenanschläge in Ankara
Sonntag, 11. Oktober, 12 h,
im Hauptbahnhof Duisbug (Hauptausgang)

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Veranstaltung mit Gesundheitsminister von Kobane
Samstag, 9. Mai, 18 h,
im City-Hotel in Dinslaken, Bahnstr. 53
Der Gesundheitsminister des Kantons Kobane, Herr Nassan Ahmad, berichtet über die Lage in Rojava und den Wiederaufbau des Gesundheitswesens.
Einlader: DIE LINKE;
Unterstützer: Oberhausener Komitee “Solidarität mit Kobane / Rojava”

Kobane Veranstaltung-Flyer- Download

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Veranstungen
Die Ukraine-Krise und die nationalistische Sackgasse
Dienstag, den 10.06.2014, 19.00 Uhr
DGB-Haus Duisburg, Franz-Wieber-Saal
Stapeltor 17-19, Duisburg 47051
Veranstaltung der GEW Fachgruppe Hochschule und Forschung

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Brennpunkt Nah-Ost: Zwischen Friedensprozess und Rojava-Revolution
Reisebericht von Dr. Nikolaus Brauns, Historiker und Journalist
Freitag, den 14. Februar 2014, 19 h
im Linken Zentrum, Elsässer Str. 19, 46045 Oberhausen
Es laden ein:
Gesprächskreis Werner Wachner, Kurdischer Verein Rojava, DIE LINKE KV Oberhausen
 
Solidarität mit dem revolutionären Rojava!

Das NATO-Land Türkei ist in Syrien eingefallen. Erdogan will in einer „30 km-Sicherheitszone“ syrische Flüchtlinge unter Kontrolle der Dschihadisten ansiedeln.
Die Türkei will Rojava besetzen. Die USA, die EU und Russland lassen Rojava im Stich. Aber Hunderttausende gehen europaweit und weltweit für das basisdemokratische Rojava auf die Straße. Ihr Internationalismus wird die Türkei isolieren.


1000 Menschen protestierten am 10.10.19 in Duisburg

Die Politik der Türkei ist die Politik des IS!
2014 hatte der Islamische Staat (IS) versucht, Kobane und ganz Rojava zu erobern. Dem IS waren die Gleichberechtigung der Frauen, der Nationalitäten und der Religionen zutiefst verhasst. Was dem IS damals nicht gelungen ist, versuchen Erdogan und seine dschihadistischen Bündnispartner fortzuführen. Aber der Einmarsch der türkischen Armee und der syrischen Dschihadisten wird ebenso an den Kämpferinnen und Kämpfern der YPG scheitern wie der Angriff des IS! Damals ließen 11.000 KämpferInnen der YPG ihr Leben.

Grünes Licht der Großmächte
Russland gab der Türkei grünes Licht für den Einmarsch in Afrin. Dafür bekam Syrien von der Türkei das JA zur Eroberung von Khan Shaykhun. Trump gab Erdogan grünes Licht für den Einmarsch nach Kobanê und Cizîrê. Was bekommt Trump dafür von Erdogan?
Die Verurteilung des Einmarsches durch die EU „scheiterte“ an Ungarn. Zog Deutschland hinter den Kulissen die Fäden?
USA und EU haben sich gegenseitig bei den Sanktionen gegen die Besetzung der Krim durch Russland überboten. Beim Angriff der Türkei auf Syrien / Rojava spitzen sie nur die Lippen. Die Imperialisten benutzen die Völker des Nahen Ostens als Schachfiguren für ihre Ölinteressen und ihre Machtpolitik.

Trumps Parteifreunde empört
Republikanische SenatorInnen kritisieren Trump. Haben sie Angst vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit? Sind sie besorgt um die christlichen Minderheiten in Rojava? Die republikanischen SenatorInnen vestehen nicht, warum Trump vor dem geplanten Angriff auf den Iran seine kurdischen Verbündeten fallen gelassen hat. Das ist ihre wirkliche Kritik. Damit wird Trump Erdogan nicht gewinnen.

Und Deutschland?
Von der Regierung Merkel-Scholz-Seehofer ist keine Solidarität mit den KurdInnen zu erwarten. Ihre klammheimliche Freude über Erdogans Einmarsch ist groß. Jetzt sollen die syrischen Flüchtlinge in der Türkei weg von der EU und weg von Deutschland gelenkt werden. Eine türkisch-dschihadistische Sicherheitszone als neue Mauer in Nordsyrien macht es Merkel-Scholz und Seehofer leicht, die Flüchtlingsfrage in ihrem Sinne zu lösen. Kurdischen Flüchtlingen würde es dann sehr erschwert, in die EU zu gelangen.

Basisdemokratie mit Sprengkraft
Rojava hat eine revolutionäre, basisdemokratische Selbstverwaltung. Der demokratische Konföderalismus bietet weitgehende Rechte für Frauen, religiöse und nationale Minderheiten. Hinzu kommen soziale Rechte wie die Subvention von Brot und Benzin.
Diese revolutionäre Selbstverwaltung ist im Nahen Osten einzigartig. Selbst die kleinste selbstverwaltete Genossenschaft des „demokratischen Konföderalismus“ hat ungeheure revolutionäre Sprengkraft gegenüber den diktatorischen Regimen im Nahen Osten und der halben Diktatur in der Türkei. Ein revolutionäres Rojava als Nachbarin ist für jede türkische Regierung, ob AKP oder CHP, unerträglich.
Für Erdogan war der Angriff auf Rojava der letzte Strohhalm, um seine politische Stellung in der Türkei zu retten. Die CHP ist sofort auf Erdogans Kriegskurs eingeschwenkt. Ihr de facto-Bündnis mit der HDP ist gesprengt.

Unsere Solidarität mit dem „demokratischen Konföderalismus“
Wir gehen nicht nur für Rojava auf die Straßen. Unsere Solidarität ist auch eine politische Solidarität mit dem „demokratischen Konföderalismus“. Warum soll nicht auch in Deutschland eine basisdemokratische Selbstverwaltung in den Betrieben und Verwaltungen möglich sein? Warum sollen nicht auch hier Beamte demokratisch gewählt werden? Lernen wir von Rojava. Kämpfen wir hier für die Enteignung der Betriebe und für ihre basisdemokratische Selbstverwaltung.

Deutsche Waffen ...
Nicht weit von hier in Düsseldorf wird bei Rheinmetall die Glattrohrkanone für den Panzer Leopard 2 gemacht, mit dem die türkische Armee in Rojava einmarschiert ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Rheinmetall ist der industrielle Multimillionär Grillo aus Duisburg-Hamborn. Und werden nicht die Panzerplatten für den Leopard 2 bei Thyssenkrupp in Duisburg-Hüttenheim gefertigt? Die Rüstungskonzerne müssen enteignet und auf zivile Produktion umgestellt werden!

Helfen wir mit, die Solidaritätsbewegung mit Rojava zu stärken!

RIR, Duisburg, 13.10.2019


Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet -


Deutsche Waffen und türkische Truppen raus aus Afrin!

Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee den kurdischen Kanton Afrin im Norden Syriens an. Erdogan will das revolutionäre, basisdemokratische Afrin zerschlagen. Deutschland leistet der Türkei politische und militärische Schützenhilfe.

Erdogan – der wichtigste Verbündete der Al-Qaeda in Syrien
Nach der Niederlage des Islamischen Staats durch die kurdischen YPG / YPG ist in der syrischen Provinz Idlib ein viel gefährlicherer Feind entstanden. Die Dschihadisten von Hay'at Tahrir al-Sham und der Turkistan Islamic Party haben einen Staat der Al-Qaeda aufgebaut. Ihr Nachschub rollt über die türkische Grenze. Erdogan will die korrupte und demoralisierte Freie Syrische Armee in Al-Bab mit der Al-Qaeda in Idlib verbinden. Dabei ist ihm Afrin im Weg.

Die mörderische Politik Deutschlands
Für den Angriff der türkischen Armee auf Afrin gab Deutschland grünes Licht. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Breul, erklärte am 19. Januar: „die Türkei (hat) legitime Sicherheitsinteressen entlang ihrer Grenze mit Syrien, welche für die Türkei von herausragender Bedeutung sind“. Dafür knüppelt die deutsche Polizei auch Demonstrationen gegen die Invasion in Afrin nieder. Die türkische Armee rückt mit deutschen Leopard-Panzern auf das revolutionäre, basisdemokratische Afrin vor. 700 Leopard verkaufte Deutschland an die Türkei. Gleichzeitig beliefert die Bundeswehr die Peschmergas des neoliberalen Feudalherrn Barzani mit Milan-Panzerabwehrraketen. Den größten Profit machen die Rüstungskapitalisten, wenn sie beide Seite beliefern. Steckt auch Stahl von Thyssenkrupp in den Leopard-Panzern?

Strategische Landbrücke, Öl- und Gasfelder
Für Russland und die USA geht es in Syrien und im Jemen um die Vormachtstellung im Nahen Osten. Dafür stützt Russland mit Hilfe des Iran das mörderische Assad-Regime. Erfolgreich schufen sie eine Landbrücke vom Iran, über den Irak, Syrien bis in den Libanon. Es gelang, die isolierte Türkei einzubeziehen. Dafür bekam Erdogan freie Hand gegen Afrin. Die russische Truppe, die in der Stadt Afrin stationiert war, zog ab. Die wichtigsten Verbündeten der USA sind Israel und Saudi-Arabien. Es war ein schwerer Schlag für die westlichen Großmächte, als der Islamische Staat die meisten und ergiebigsten Ölquellen in Syrien besetzte. Gegen den Islamischen Staat unterstützten Obama und Trump die kurdischen YPG/YPJ. Diese befreiten viele Gebiete vom Islamischen Staat und kontrollieren nun die wichtigsten Ölquellen in Syrien. Schlimmer konnte es für Erdogan nicht kommen. Dass ausgerechnet Rojava zum Ölproduzenten im Nahen Osten aufsteigen und sich darüber finanzieren könnte, wäre für die Türkei untragbar. Deshalb kündigte Erdogan an, die türkischen Streitkräfte bis zur irakischen Grenze zu schicken.

Diktatur gegen Basisdemokratie
In den letzten Jahren wurde in Rojava eine basisdemokratische Selbstverwaltung geschaffen, in der die Frauen gleichberechtigt, demokratische Rechte für unterdrückte Nationalitäten und religiöse Minderheiten, sowie soziale Rechte für alle gelten. Die Revolution begann von unten. Dagegen hat Erdogan den Putsch in der Türkei abgewehrt, um die Republik in seine eigene Diktatur zu verwandeln. Hunderttausende werden verfolgt, weil sie die „falschen“ Ansichten haben. Der bürgerliche Staatsapparat ist durch Erdogans Säuberungen geschwächt. Zahlreiche Oppositionelle werden nicht nur von Polizei, Militär, Geheimdiensten und Justiz verfolgt, sondern auch von bewaffneten Banden, die die AKP überall mobilisieren kann. Sie tun alles für ihren Anführer. Erdogans Diktatur trägt faschistische Züge. Die Diktatur Erdogans ist unvereinbar mit der revolutionären Basisdemokratie in Rojava. Die Diktatur Erdogans ist unvereinbar mit der Gleichberechtigung der Frauen, unvereinbar mit vollen demokratischen Rechten für unterdrückte Völker, für religiöse Minderheiten und unvereinbar mit sozialen Rechten für die ArbeiterInnenklasse und die Bauern. Und deshalb ist das ganze revolutionäre Rojava, sind Afrin, Kobane und Cizre von einem Angriff der türkischen Armee bedroht.



Mahnwache in Bottrop gegen den Angriff auf Afrin

Internationale Solidarität ausweiten!
Rojava gehört seit Jahren unsere Solidarität. Nur dort hat sich die Bewegung der Komitees in Syrien zu einem System verdichtet. Würde das Modell der basisdemokratischen Selbstverwaltung auf die Arbeiter der Ölindustrie ausgeweitet, könnte die weltweite Solidarität mit Rojava auf einen Schlag viele Aktive der Gewerkschafts- und ArbeiterInnenbewegung erreichen. Neue Solidaritätsprojekte in Rojava, Unterstützung für den dortigen Kampf, Aufbau von Solidaritätskomitees für Mobilisierungen gegen Erdogans Angriff auf Afrin – das ist internationale Solidarität.

Was lernen wir von Rojava?
Wir halten Rojava auch für nah genug, dass die linke sozialistische Bewegung im Ruhrgebiet z. B. für die Forderung nach Enteignung und Vergesellschaftung der Stahlindustrie von der basisdemokratischen Selbstverwaltung in Rojava lernen kann.


RIR, Duisburg 09.02.2018





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„Wie in Fatsa, nur viel größer!“

Einen beeindruckenden Reisebericht aus dem befreiten Rojava – dem syrischen Teil Kurdistans – stellte Nick Brauns am 8. November im DGB-Haus in Duisburg vor. In Rojava haben Volksräte die Macht übernommen.

Geographisch bildet West-Kurdistan (übersetzt Rojava) nur einen schmalen Streifen entlang der syrisch/türkischen Grenze bis zum Irak. Das Assad-Regime hatte sich aus dem Großteil der Region zurückgezogen, die von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG übernommen wurden.

Eine Revolution von Frauen
Mindestens 40 % der Delegierten sind Frauen. Die gewählten Spitzenfunktionen sind doppelt besetzt. Männer, die Frauen schlagen, werden vor die Räte zitiert und müssen anschließend einen Vertrag unterschreiben, keine Gewalt mehr gegen Frauen auszuüben. Die Frauen verfügen über eigene bewaffnete Einheiten. Auch die Reise der Delegation aus Deutschland wurde von Frauen geschützt.

Gleichberechtigte Minderheiten
Die Lage der Minderheiten hat sich sehr verbessert. Die Mehrheit der KurdInnen sind Sunniten. Konfessionen wie Alawiten, Christen und Jesiden werden als gleichberechtigt angesehen. Wie sie sind auch die turkmenischen, assyrischen und arabischen Minderheiten in den Selbstverwaltungsstrukturen vertreten. Ihre Dörfer verwalten sich völlig eigenständig.

Drohender Einmarsch der Türkei
Schwierig ist dagegen die militärische Lage. Die Türkei hat die Grenzstationen gesperrt und zugemauert, während über andere Übergänge der Nachschub für Dschihadisten der ISIS und der Al-Nusra-Front rollt. Die Unterstützung durch die irakischen Kurden Barsanis ist sehr begrenzt. Zwar hat die YPG überall die Dschihadisten der ISIS und Al Nusra-Front zurückschlagen können, ist aber sowohl von einem Einmarsch der türkischen Armee wie auch von einem Wiedererstarken der Militärdiktatur Assads bedroht.

Internationale Solidarität
Rojava ist die Kornkammer Syriens. Außerdem liegen dort die Ölvorkommen des Landes. Trotzdem braucht das Land Hilfe von außen. Nick berichtete, dass die Delegation aus Deutschland nur nach großen Schwierigkeiten über die irakische Grenze nach Rojava reisen konnte. Gefragt ist die internationale Solidarität, die in Geld, Medikamenten, Solarzellen usw. bestehen kann. Besonders wichtig ist aber die politische Unterstützung d.h. Rojava überall bekannt zu machen.

Perspektive für die arabische Revolution
Durch den Vortrag Nicks wurde klar: die großen Errungenschaften in Rojava betreffen nicht nur die KurdInnen. Sie bieten eine emanzipatorische, kulturelle, feministische und revolutionäre Perspektive für ganz Syrien und für alle Länder, in denen die arabische Revolution zwischen Dschihadisten und Militärs in eine Sackgasse geraten ist. Oder wie es eine Genossin in der Diskussion ausdrückte: „Rojava ist wie in Fatsa, nur viel größer!“ (in der türkischen Kleinstadt am Schwarzen Meer hatte 1979 der linke Bürgermeister Fikri Sönmez / Dev Genc eine Selbstverwaltung initiiert, die auf Volksräten und Einwohnerversammlungen beruhte. Entwicklungen wie in Fatsa waren ein Anlass für den Militärputsch 1980). Im Anschluss an die Veranstaltung bildete sich ein Solidaritätskomitee mit Rojava.

Korrespondent.




 
 
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